Pressemitteilung Offenburger Tagblatt, Mai 2024

Neue Sauerstoffproduktionsanlage in Kayanza installiert.


Die neue Sauerstpffproduktionsanlage am Krankenhaus von Kayanza ist installiert und funktionsfähig.


In einer sehr aufwändigen Aktion wurde die in einem 40 Fuß Container installierte Anlage im Wert von 160.000 € auf einem LKW nach Kayanza gefahren und dann mit einem großen Kran von der
Straße aus auf den richtigen Platz gestellt. Dann erfolgte die fertige Installation und Inbetriebnahme der Anlage. Ab jetzt kann das Krankenhaus von Kayanza den benötigten Sauerstoff selbst produzieren und muß ihn nicht mehr 2 mal pro Woche sehr aufwändig und unter Gefahren von der Hauptstadt in einer
2 stündigen Fahrt nach Kayanza transportiert werden. Auch gibt es Kapazitäten Sauerstoff an andere Krankenhäuser im Norden zu produzieren und verkaufen.

 

Die Anlage wurde von dem ärztlichen Direktor, Ingenieuren und Technikern eines privaten Krankenhauses, dem Tanganjika Care Hospital in Bujumbura, entworfen und die Installation in einem Container konzipiert und hergestellt. Eine sehr clevere Idee. Die Anlage konnte bei dem letzten Besuch in Burundi von der Delegation des Fördervereins Ortenau-Burundi begutachtet und im laufenden Betrieb in Augenschein genommen werden. Nach intensiven Verhandlungen konnte die Anlage dann bestellt werden. Zuvor waren vom Krankenhaus in Kayanza noch ein paar Vorarbeiten zu leisten, ein Ingenieur von Bujumbura inspizierte die Gegebenheiten vor Ort und gab noch Anweisungen an die noch zu erbringenden Arbeiten. Wiederum hat sich die CDU-Fraktion des Landtags bereit erklärt die Finanzierung der Anlage zu übernehmen. Das Geld wurde dann über das Staatsministerium an die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg (SEZ) weitergeleitet, die dann auf Antrag das Geld genehmigt und auch ausbezahlt hat. Diese Anlage wurde schon im Hinblick auf ein neues Gebäude, das gerade im Entstehen ist, installiert. In diesem Gebäude sollen dann 2 OP-Säle, Aufwachraum Sterilisation und Intensivstationen (Kinder und Erwachsene) konzentriert werden. Dazu werden dann Sauerstoffleitungen, die z. T. in Gengenbach abmontiert und im Container nach Kayanza gebracht wurden, Verwendung finden. Ebenso ein Waschbecken zum Waschen und zur Desinfektion der Hände vor OPs , das zuvor auch in Gengenbach verwendet wurde. So findet sich nun ein Teil des ehemaligen Krankenhauses von Gengenbach in Kayanza wieder.

 

Geplant ist weiterhin auf dem Dach des neuen Gebäudes in Kayanza eine Photovoltaikanlage zu installieren. Die Angebote dafür gestalten sich allerdings als etwas schwierig. Ausschreibungen wie bei uns, sind in Burundi so nicht möglich.


Alles in Allem ist eine weitere kontinuierliche gute Entwicklung des Krankenhauses in Kayanza zu beobachten. Von ursprünglich 80 Betten auf nunmehr ca. 270 Betten mit einer guten Ausstattung
und Versorgungsqualität.

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