Tätigkeitsbericht
für die Zeit vom 12. November 2024 bis 19. November 2025
Am 8. Juli fand eine Vorstandsitzung statt.
Der Berichts-Zeitraum war ausschließlich geprägt von dem Bemühen am Krankenhaus von Kayanza ein Photovoltaic- System zu errichten, um unabhängig von der unzuverlässigen öffentlichen
Stromversorgung zu werden. Es soll eine Anlage werden, die ausreicht, um den Betrieb des Krankenhauses für mehrere Stunden, auch über Batterien, aufrecht erhalten zu können.
Es zeigte sich, dass es sehr schwierig war eine geeignete Firma zu finden, die das Projekt im Kostenrahmen zuverlässig durchführen kann.
Angebote, die vom Direktor des Krankenhauses von drei burundischen Firmen angefordert wurden, waren nach eingehender Prüfung durch Sachverständige nicht zu gebrauchen und völlig überteuert. Mehrere
Institutionen (u. a. Städtetag Baden-Württemberg) gaben Hinweise auf Firmen, mit denen
sie die in der Region Ostafrika gute Erfahrungen gemacht haben. Diese stellten sich nach eingehender Prüfung aber für Kayanza völlig nutzlos heraus und schon eine Inaugenscheinnahme vor Ort
war maßlos überteuert. Auch eine Anfrage bei der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Bonn; die GIZ hat ein Büro in Bujumbura) war leider unergiebig und wenig hilfreich.
Die Summe von 160.000 €, die für dieses Projekt zur Verfügung stand, war von der CDU-Fraktion des Landtags von Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt worden, wofür wir ganz recht herzlich danken.
Dieses Geld wird an das Staatsministerium überwiesen, das dann prüft, ob dies sinnvoll ausgegeben werden wird. Der Antrag für diese Summe mit der genauen Darstellung des Projekts (sehr aufwändig)
erfolgt dann bei der SEZ (Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg). Dort wird das Geld nachdem der Antrag eine weitere Prüfung bestanden hat auf
Antrag in angeforderten Teilsummen ausbezahlt. Es wird erst beim Staatsministerium angefordert, wenn es auf dem Konto der SEZ ist, wird es auf unser Vereinskonto ausbezahlt.
Die Suche nach einer Firma in Deutschland, die erst hoffnungsvoll erschien, hat sich dann aber als zu kompliziert erwiesen und wegen zollrechtlicher Fragen dann zerschlagen. Wir haben uns dann
bei
der weiteren Suche auf geeignete Firmen in Burundi konzentriert. Durch Zufall wurde auf der entwicklungspolitischen Landeskonferenz im März 2025 von einem Teilnehmer eine Firma in Bujumbura genannt,
die solche Aufgaben sach- und fachgerecht ausführen könnte. Über den Bruder des Eigentümers, der in Deutschland lebt haben wir dann Kontakt aufgenommen. Es stellte sich
heraus, daß dieser Mann in Deutschland Elektrotechnik in Aachen studiert hatte und sehr gut Deutsch sprach. Er hat uns nach einer kurzfristigen Begutachtung in Kayanza ein Angebot gemacht, das nach
einer Überprüfung durch einen ausgewiesenen Experten in Gengenbach-Reichenbach (Simon Salzer) sehr gut war.
Bei einer Deutschlandreise des Unternehmers Martin Maboko, Firma Energie Plus, haben wir (Elmar und Jürgen) ihn am Flughafen in Frankfurt getroffen und sind mit ihm alle
Punkte durchgegangen
und haben auch schon Vertragsbestandteile besprochen.
Die Verträge mit Herrn Maboko wurden mit einem Rechtsanwalt vorbereitet und an Herrn Maboko zur Überprüfung geschickt.
In der Zwischenzeit wurde, über alte Kanäle von Elmar, bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ein geeigneter Prüfer zur Kontrolle der von der Firma Energie Plus geleisteten Arbeit
gefunden.
Die Vertragsunterzeichnung mit beiden Herren mit dem Förderverein wurde vorbereitet und auch zeitnah geleistet.
Die Arbeiten an der Erneuerung der elektrischen Anlagen in Kayanza, die sich teilweise in desolatem Zustand befanden, wurden innerhalb ca. 4 Wochen beendet. Die einwandfreie Durchführung der
Arbeiten wurde bereits bestätigt. Das Geld für die Endrechnung der elektrischen Erneuerung (10.500 €) wurden bei der SEZ angefordert.
Diese leitet die Forderung an das Staatsministerium weiter. Das Geld wird dann nach ca. 2 – 3 Wochen an die SEZ bezahlt und die SEZ überweist es schließlich auf unser Konto. Etwas kompliziert.
Dr. Jürgen Hug
1. Vorsitzender